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Der Aufschwung

 

Die Schützentrachten konnten 1947 mittels Holzspenden der Bauern durch eine neue Halbtracht (Filzhosen anstelle der Lederhosen) ersetzt werden. Da der finanzielle Bedarf durch die Neuanschaffung von Instrumenten und Noten dauernd stieg, begann die Kapelle bereits am Ende der vierziger Jahre mit einem kleinen Dorffest nach der Fronleichnamsprozession. Zwischendurch wurden auch Bälle

veranstaltet und seit 1959 wird jährlich ein Wiesenfest abgehalten.

Am ersten Wertungsspiel, bei welchem sich die Kapelle 1949 unter der Leitung von Franz Gampenrieder (sen.) beteiligte, zeichnete sich die Kapelle mit einer guten musikalischen Leistung aus.

Von den Oberinner Bauern wurde den Musikanten jedes Jahr als Dank für die musikalische Umrahmung der Festtage am Fronleichnamstag eine Marende spendiert. Den Brauch der Cäcilienmarende gibt es seit dem Zweiten Weltkrieg. Während sie bis in den 60er Jahren bei den Bauern – welche auch oft für die Spesen aufkamen – abgehalten wurde, findet sie seither in den Gasthäusern des Dorfes statt.

Als Hansjörg Prast die Leitung der Kapelle 1958 übernahm, wollte er sich mit der Kapelle sogleich an einem Wertungsspiel beteiligen.

Dies war aber nicht möglich, da sich zu diesem Zeitpunkt die Musikkapelle Oberinn noch nicht als Mitglied des Verbandes Südtiroler Musikkapellen zählen konnte. Nach der Einschreibung in den Verband gab es noch ein zweites Problem: sämtliche Blasinstrumente mußten von der hohen auf die normale Stimmung umgestimmt werden. Die Kapelle konnte darauf 1959 in der Unterstufe und 1961 in der Mittelstufe sehr gute Leistungen erzielen.

Die Beschaffung von geeignetem Notenmaterial wurde durch den Verbandsbeitritt leichter und weniger kostspieliger.

Bereits im Jahre 1962 machte sich die Kapelle auf eine Fahrt ins Ausland. Diese Auslandsfahrten waren für die Mitglieder meist sehr interessant, daß in der Folge immer wieder Fahrten und Ausflüge veranstaltet wurden.

Die Ausbildung der Jungmusikanten lag damals in der Hand des Kapellmeisters und jener Musikanten, die ihr Instrument besonders gut beherrschten.
Mit Luis Oberrauch, welcher 1972 zum Obmann gewählt wurde, erfuhr die Musikkapelle einen großen Aufschwung. Die neue Tracht mit Lederhosen, gestickten Hemden und Gurten und nicht zuletzt die Anschaffung der Musikfahne im Jahre 1980 sind seinem Einsatz zuzuschreiben.
Unter der Leitung von Karl Kaserer konnte die Musikkapelle im Jahr 1981 anläßlich eines Wertungsspieles einen ausgezeichneten ersten Rang in der Mittelstufe erreichen. Hansjörg Zelger, welcher von 1987 bis 1996 den Taktstock führte, verhalf der Kapelle zu einer beachtlichen Steigerung des musikalischen Niveaus. 1992 wurde anläßlich der 100-Jahr-Feier eine Chronik des Vereins herausgegeben.

 

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