Bereits in der ersten Hälft des 19. Jahrhunderts, als es die
Musikkapelle Oberinn noch nicht gab, haben einige Oberinner bei der Wangener Musikkapelle
mitgespielt. Die Musikapelle kam zu besonderen Anlässen auch nach Oberinn.
Bei der Lostrennung der Pfarre Oberinn von Wangen stieg dann
auch das Bedürfnis nach einer eigenen Musikkapelle. Jene Oberinner
die schon etwas Musikerfahrung hatten oder sehr musikbegeistert waren, schlossen
sich unter der Leitung von Alois Burger, Mooserschuster zusammen. Dieser
kann somit als eigentlicher Begründer der Musikkapelle Oberinn betrachtet
werden. Als Gründungsjahr wird im Totenbuch der Pfarre Oberinn 1892
angegeben. Hier steht, dass Alois Burger zum Aufblühen des Chorgesanges
und der Kapellmusik wesentlich beitrug.
Den ursprünglich 12 bis 15 Mitgliedern fehlte es vor allem an
Notenmaterial. Ehemalige Regimentsmusiker des österreichischen Militärs brachten
abgeschriebene Stücke von Militärkapellen mit, die zum Teil sehr
schwierig und daher für die kleine Dorfkapelle nicht geeignet waren.
Die Instrumente mussten von den Mitgliedern selbst besorgt werden.
Da sie sehr teuer waren, wurden sie von Generation zu Generation weitervererbt.
Eine eigene Tracht besaß die damalige Kapelle nicht.
Geprobt wurde mehr oder weniger das ganze Jahr über einmal
pro Woche. Bereits damals fanden die Musikproben im Schulhaus statt. Auftritte gab
es nur zu kirchlichen Anlässen, wobei jedes Jahr die Prozession am
"Bluatstog" (Fronleichnam) in Wangen und jene am darauffolgenden
Sonntag (Umgongsunnti) in Oberinn die Höhepunkte darstellten.
|

Alois Burger - der Gründer
|